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Umsichtige und intensive Vorbereitungen

Die Zunahme der Coronavirus-Ansteckungen bedingt rasches und gezieltes Handeln. Auf unterschiedlichen Ebenen bereiten sich die Psychiatrie-Dienste Süd auf schwierigere Zeiten vor. Umsichtiges Agieren ist aber auch auf kantonaler und nationaler Ebene zu verzeichnen.

Quarantänestation in Pfäfers
Mit den rasch steigenden Ansteckungszahlen wird auch die Gefahr grösser, dass in der Klinik St.Pirminsberg in Pfäfers Patienten oder Mitarbeitende an dem Coronavirus erkranken. Dafür sind die Psychiatrie-Dienste Süd gerüstet. Eine Quarantänestation ist eingerichtet, damit am Virus erkrankte Personen bei Bedarf isoliert und trotzdem weiterhin umfassend stationär versorgt werden.

Nötige Anpassung beim Klinikeintritt
Patientinnen und Patienten  durchlaufen vor Eintritt neu ein somatisches Screening. Wenn die Untersuchung keine auffälligen Krankheitssymptome aufzeigt, wird die Patientin, der Patient auf die zugewiesene Station begleitet. Bei Hinweisen auf eine Covid-19 Infektion wird im Einzelfall die Möglichkeit einer Rückführung nach Hause (Selbst-Isolation) und ein Eintritt zu einem späteren Zeitpunkt evaluiert. Wenn der sofortige Eintritt angezeigt ist, erfolgt ein Abstrich (Nasen-Rachenraum) und die Aufnahme auf der neuen Quarantänestation.

Genügend Fachpersonal auf Abruf
Die Corona-Pandemie ist mit raschen dynamischen Veränderungen verbunden. Um im stationären Klinikbetrieb den Ausfall von Fachpersonen bei Bedarf überbrücken zu können, stehen Mitarbeitende (Fachpersonen aus den Zentren und aus weiteren Bereichen des Unternehmens) bereit, um in ausserordentlichen Situationen rasch abgerufen und eingesetzt zu werden.

Nach einem kantonsweiten Aufruf des St.Galler Gesundheitsdepartementes haben sich 500 freiwillige Fachpersonen gemeldet, die für Einsätze in Spitälern und Kliniken bereitstehen.

Darüber hinaus melden sich bei den Psychiatrie-Diensten Süd auch externe Fachpersonen bei uns, die sich bereit erklären, einen freiwilligen Einsatz für Patientinnen und Patienten leisten zu wollen.

Kantonale Konsultationszentren für Corona-Verdachtsfälle
Um die Hausärzte bei den zunehmend hohen Patientenzahlen zu entlasten entstehen drei kantonale Konsultationszentren: im Raum St.Gallen, in der Region Sarganserland und in der Region See-Gaster. Sie sind ab dem 30. März 2020 in Betrieb. Allerdings haben nur jene Personen Zutritt, die vorgängig durch die Hausärztin oder den Hausarzt angemeldet wurden und sich vor Ort ausweisen können. Wer ohne Terminreservation vor Ort erscheint, wird nicht behandelt.

Für Betroffene bleibt der Ablauf gleich: Wer schwere Symptome zeigt oder zu den besonders gefährdeten Gruppen gehören, meldet sich zuerst telefonisch bei der Hausärztin oder dem Hausarzt an, der bei Bedarf eine Anmeldung beim nächsten Konsultationszentrum vornimmt. Anschliessend erhält die betroffene Person einen Termin.

Im Dialog bleiben und Erfahrungen teilen - neue Plattform der Pro Mente Sana
Menschen mit psychischen Erkrankungen haben es momentan besonders schwer, weil sie Ängste intensiver wahrnehmen als Gesunde. Für sie ist es eine Zeit der grossen Verunsicherung. Gemeinsam mit den Berner Fachhochschulen hat Pro Mente Sana die Webplattform inCLOUsiv www.inclousiv.ch zugänglich gemacht, auf der es um psychische Gesundheit geht, aber Gespräche und Dialoge im Fokus stehen. Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen, scheint in diesen Tagen ein zentrales Bedürfnis und für viele hilfreich.

Für Fragen wenden Sie sich bitte an die Informations- und Triagestelle +41 81 303 66 66.

 

 

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