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Fachreferat - Traumafolgestörungen

Menschen, die unter den Folgen eines Traumas leiden (beispielsweise durch einen Unfall oder eine Gewalteinwirkung hervorgerufen), können ihre traumatischen Erfahrungen manchmal nur schwer verarbeiten und entwickeln daraufhin eine posttraumatische Belastungsstörung. Im Fachreferat beleuchten wir Ressourcen und Herausforderungen in der Behandlung und gehen auf Grundlegendes der Psychotraumatherapie ein.

Autorin: Dr. med. Jutta Reiter, Leitende Ärztin

Fachlicher Inhalt des Referats
Schreckliche Erlebnisse wie Katastrophen, Gewalterfahrungen, sexueller Missbrauch oder schwere Unfälle können das Leben der Betroffenen danach stark belasten. Traumatische Erfahrungen sind manchmal nur schwer zu verarbeiten und einige Menschen entwickeln daraufhin eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Sowohl Opfer als auch Zeugen eines dramatischen Ereignisses können eine PTBS entwickeln. Das Erlebte lässt einen nicht los und die belastenden Erinnerungen kommen wieder.

Betroffene Patientinnen und Patienten, die den Hausarzt aufsuchen, bitten diesen häufig nicht direkt um „Hilfe nach traumatischer Erfahrung“, sondern klagen über Schlafprobleme, körperliche Symptome, innere Abwesenheit, Alpträume, Nervosität, Unlust und viele andere Symptome. Da gilt es, Weichen zu stellen, denn eine Psychotherapie kann helfen, die Erfahrungen mit der Zeit zu bewältigen.

Ausgewiesene Expertin als Gastreferentin
Prof. Dr. phil. habil. Rosmarie Barwinski, Leiterin des Schweizer Instituts für Psychotraumatologie hat Klinische Psychologie, Psychopathologie (Erwachsenenalter) und Ethnologie studiert und ist Psychoanalytikerin, Psychotherapeutin. Sie ist auf chronische und komplexe Traumata spezialisiert. Im Rahmen des Fachreferates am 24. Oktober 2019 geht sie auf Grundlegendes der Psychotraumatherapie ein: Traumadefinition, Rolle der Gegenübertragung, Verlaufsmodell psychischer Traumatisierung, Phasen im Traumaverarbeitungsprozess.

Wen wir ansprechen
Unser Fachreferat richtet sich an Ärztinnen und Ärzte (Hausarzt, Facharzt, Spitalarzt), Psychiater, Psychologinnen und Psychologen, Therapeutinnen und Therapeuten und weitere interessierte Fachpersonen.

Bringen Sie ihre Fragen mit
Teilnehmende sind eingeladen, ihre individuelle Fragestellung im Plenum einzubringen. Zur Beanwortung und Diskussion ist im Anschluss an das Fachreferat genügend Zeit eingeplant.

Weitere Details zum Fachreferat und Anmeldemöglickeit

Wir behandeln im stationären Setting Menschen, die unter den Folgen eines Traumas leiden
Dabei legen wir ein besonderes Augenmerk darauf, die therapeutische Beziehung sorgfältig aufzubauen und stetig zu stützen, vorsichtig ein Störungskonzept zu entwickeln, welches psychotherapeutische Interventionen begründet und diese mit praktischen Erfahrungen auf der Therapiestation verbindet (Zusammenhang körperliche Beschwerden mit Stresswahrnehmung, Bewusstsein für Gefühle schaffen, Kognitionen und Kommunikation ändern, Stressmanagement und Genuss- und Entspannungstraining, Biofeedback).

Weitere Details zum Behandlungsangebot
Unsere Kontaktperson zum Behandlungsangebot

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