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Erwachsenenschutzrecht und Psychiatrische Patientenverfügung

Mit einer ausgefüllten und hinterlegten Psychiatrischen Patientenverfügung kann jede Patientin, jeder Patient die eigenen individuellen Wünsche bzw. den eigenen Willen betreffend Behandlung und Therapie verbindlich festlegen.

Das Erwachsenenschutzrecht der Schweiz umfasst sämtliche Massnahmen zum Schutz der volljährigen hilfs- bzw. schutzbedürftigen Personen in den Bereichen der Personensorge, der Vermögenssorge und des Rechtsverkehrs. Dabei liegt die Hilfs- bzw. Schutzbedürftigkeit einer Person vor, wenn die Person ihre Angelegenheiten nur teilweise oder gar nicht erfüllen kann.

Erwachsenenschutzrecht
 
In diesem Sinne gesteht das Erwachsenenschutzrecht jedem Menschen das Recht zu, mit einer Patientenverfügung für seine medizinische Behandlung in Zeiten eigener Urteilsunfähigkeit vorzusorgen. Mit der Psychiatrischen Patientenverfügung können Menschen mit psychischer Beeinträchtigung oder Erkrankung ihren Willen und ihre Wünsche bezüglich psychiatrischer Behandlung festhalten:
 
- ihre Zustimmungen bzw. Ablehnungen zu psychiatrischer Behandlung und Therapie
- ihre Vertretungspersonen nennen, die in entsprechenden Fällen berechtigt sind
- Informationen zu ihrer Krankheit und zu aktuellen Medikamenten beschreiben

Jede psychiatrische Behandlung bedarf der Zustimmung der Patientin, bzw. des Patienten. In Krisensituationen kann es Phasen geben, in denen Betroffene die ärztlichen Informationen über den aktuellen Gesundheitszustand und die möglichen Behandlungen nicht mehr richtig verstehen oder krankheitsbedingt keine Entscheidungen treffen können. Wenn keine rechtlich anerkannte Zustimmung oder Ablehnung zu einer Behandlung abgegeben werden kann, darf grundsätzlich keine Behandlung durchgeführt werden. Mit einer hinterlegten Psychiatrischen Patientenverfügung können die Wünsche eingefordert werden.

Die Stiftung Pro Mente Sana hat in Zusammenarbeit mit psychiatrischen Institutionen (St.Gallische Psychiatrie-Diensten Süd, Psychiatrie Obwalden/Nidwalden, Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel) eine hilfreiche Vorlage entwickelt. Nebst den Gesundheitsinstitutionen haben sich auch Betroffene, Angehörige und Fachpersonen (Pflegefachpersonen, Sozialarbeitende und Peers) an der Entwicklung der Verfügungsvorlage und der Arbeitshilfe beteiligt.

Vorlage Patientenverfügung
Pro Mente Sana

Haben Sie eine persönliche Frage?
Zur Thematik Psychiatrische Patientenverfügung oder im Zusammenhang mit einer erkrankten Person in Ihrem nahen Umfeld? Schreiben Sie uns, wir haben Antworten und helfen gerne weiter info@psych.ch.

 

 

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