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Angst und Depression in der zweiten Lebenshälfte

Viele ältere Menschen werden von diffusen Ängsten, verbunden mit Überforderungsgefühlen, geplagt. Ängste die lähmen, einschränken und in konstante Anspannung versetzen. Betroffenen bieten wir ein speziell konzipiertes stationäres Behandlungs- und Therapieangebot an.

 

Autorin Dr.med. Regula Meinherz, Leitende Ärztin Klinik St.Pirminsberg


Unterschiedliche Arten von Angst
Die Angst vor gruseligen Szenen in entsprechenden Filmformaten lässt Menschen vor Spannung zittern. Sie ist eine Mischung aus Furcht und Wonne, und diese hat einen leicht prickelnden Charakter. Die Rückkehr zur Sicherheit ist hier jederzeit möglich. Mehr dazu lesen

Aber viele über 50-Jährige werden von diffusen Ängsten verbunden mit Überforderungsgefühlen geplagt, von Ängsten welche lähmen, einschränken, in konstante Anspannung versetzen, zu Selbstzweifeln und Selbstabwertung und vermindertem Selbstwertgefühl führen können. Sie sind verzweifelt, erschöpft und es fehlt Ihnen die Kraft und das Wissen, um eine wirkungsvolle Änderung zu erreichen und der belastenden Situation zu entrinnen.

Eine Grenze zwischen normaler und krankhafter Angst gibt es nicht. Hinweise auf Ängste die einer Behandlung zugeführt werden müssen sind: wenn Menschen unter ihrer Angst leiden, ihre Angst nicht mehr kontrollieren können oder sich in ihrer Rolle eingeschränkt fühlen. Dabei treten Gefühle auf wie Angst ohne reale Bedrohung, Angst mit körperlichen Symptomen (Gefühl der Enge in der Brust, Herzklopfen, Herzrasen, Schwindel, weiche Knie, kalter Schweiss). Mehr dazu lesen

Oder wenn Betroffene durch die Ängste eingeschränkt werden in der Erfüllung ihrer Aufgaben und Umsetzung ihrer Interessen. Diese Ängste werden oft gar nicht mehr als solche wahrgenommen, da sie mit der Vermeidung von auslösenden Situationen gar nicht mehr auftreten oder die Wahrnehmung der Angstsymptome wird ins Unbewusste verdrängt, worauf es zu somatisch nicht erklärbaren körperlichen Symptomen kommen kann.

Angstsymptomatik und Depression
Speziell bei Menschen anfangs der zweiten Lebenshälfte stehen Depressionen oft in Zusammenhang mit verdeckten Angstsymptomen und reduziertem Selbstvertrauen. Dies erlaubt es den betroffenen Menschen nicht, sich angemessen für ihre eigenen Bedürfnisse einzusetzen und sich ausreichend abzugrenzen. Ängste können beispielsweise auch mit Suchtmittelkonsum unterdrückt werden.

Die Ängste sind oft diffus. Erst in der sicheren Umgebung einer umfassenden und alltagsnahen, stationären Behandlung zeigen sich diese konkret und können zugelassen und behandelt werden. Dafür bieten wir Betroffenen in der Klinik St.Pirminsberg eine auf individuelle Bedürfnisse abgestimmte Therapie an:

Stationäre Psychotherapie - Depression und Angst 50-plus
Der Fokus der Behandlung liegt auf dem Umgang mit Angst, wobei das Therapieziel nicht die Beseitigung der Angst ist, sondern wie das Leben - mit und trotz der Angst - gut gemeistert werden kann. Diese Haltung pflegt das gesamte Behandlungsteam und prägt dadurch die Einzel- und Gruppentherapien. Den Patientinnen und Patienten werden strukturierte Informationen und praktische Übungsfelder geboten, die zum Training von emotionaler Kompetenz, Entspannung und Achtsamkeit führt. Auch achtsame Spaziergänge, Atemtherapie und weitere körperorientierte Therapien wirken unterstützend.

Bevor sich Betroffene wirklich auf unser Therapieangebot einlassen, können sie bei einem Indikationsgespräch erfahren wie wir arbeiten. Darüber hinaus kann die Behandlungsstation besichtigt werden, was gerade bei Angst ein hilfreicher Schritt ist. Weitere Details zum Behandlungsangebot

Haben Sie eine Frage zum Behandlungsangebot? Gerne helfen wir Ihnen weiter:
regula.meinherz@psych.ch oder Tel 081 303 66 66.

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