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ADHS/ADS

Die Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit oder ohne Hyperaktivität ist die Bezeichnung für eine im Kern genetisch bedingte neurobiologische Funktionsstörung, die familiär gehäuft auftritt. Die Annahme, dass sich die Störung nach der Pubertät «auswächst» hält heutigen Erkenntnissen nicht mehr Stand. Auch als Erwachsene leiden viele Betroffene unter anhaltender Beeinträchtigung in der Alltagsbewältigung. Zudem kann die Störung «Grundmotor» für verschiedenste psychiatrisch relevante Folgeprobleme sein. Bei ADHS/ADS sind diejenigen Hirnregionen betroffen, welche übergeordnete Steuerungs- und Koordinationsaufgaben sowie die Filterung innerer wie äusserer Reize übernehmen. Die bekanntesten Phänomene wie Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsmangel und Impulsivität bilden im klinischen Bild der ADHS nur die auffälligsten Symptome. Im Erwachsenenalter zeigen sich die Schwierigkeiten im Unvermögen, Überblick und Orientierung zu sichern, in Entscheidungs- und Organisationsunsicherheit, in raschen Stimmungswechseln und in emotionalen Überreaktionen. Über Jahre gesammelte Misserfolge in verschiedensten Lebensbereichen, die sich trotz guter Fähigkeiten nicht haben vermeiden lassen, führen oft zu schweren Selbstzweifeln und Selbstwertproblemen.

Anlass für eine diagnostische Klärung
Im Erwachsenenalter gibt meist eine bunte Palette von anhaltenden Schwierigkeiten in der Lebensbewältigung Anlass für eine diagnostische Klärung der Hintergründe und Ursachen der Beeinträchtigungen. Ob eine ADHS/ADS-Betroffenheit ursächlich dafür verantwortlich ist, lässt sich nur über einen eingehenden klinischen Suchprozess beantworten. Neben der Exploration der aktuellen Schwierigkeiten ist eine detaillierte Aufnahme der Lebensgeschichte (Anamnese) notwendig und es gilt, mögliche andere Ursachen auszuschliessen. Unterstützend werden störungsspezifische Fragebogen in den Prozess mit einbezogen.

Eine diagnostische Abklärung macht dann Sinn, wenn sich die betroffene Person bei positivem Befund der Herausforderung stellen möchte, die der aktive Lernprozess in der Einstellung auf die spezifischen Anforderungen der «Funktionsvariante ADHS/ADS» abverlangt.

Bausteine einer Behandlung
ADHS/ADS-Betroffene haben neben den beschriebenen Schwierigkeiten viele wertvolle Eigenschaften und Begabungen. Die Diagnostik und Behandlung zielt darauf ab, die persönliche Funktionsvariante kennen und funktional «bedienen» zu lernen. So können bestehende Ressourcen gestärkt und besser nutzbar gemacht werden.

Ein nachhaltig wirksames Behandlungsangebot umfasst:

  • Psychoedukation und Coaching zum Aufbau eines Verständnisses für die ADHS/ADS-spezifische Funktionsmechanismen und für das Erlernen adäquater Strategien zur Bewältigung im Alltag
  • Es steht eine gemeinsame Klärung an, ob eine medikamentöse Behandlung unterstützend anzusetzen ist. Die medikamentöse Einstellung erfolgt unter engmaschiger Begleitung
  • Psychotherapie zur Verarbeitung von störungsbasierten Negativerfahrungen, Überwindung von ungünstigem Bewältigungsverhalten sowie zur Korrektur selbsteinschränkender und selbstwertmindernder Fehlüberzeugungen.

Unsere Spezialsprechstunde für ADHS/ADS bezieht alle Bausteine in eine Behandlung mit ein und bietet damit eine individuell angepasste, umfassende Abklärung und Behandlung durch Fachleute mit mehrjähriger Erfahrung an.

Das Angebot kann in Pfäfers (Klinik St.Pirminsberg) sowie in Trübbach (Psychiatrie-Zentrum Werdenberg-Sarganserland) beansprucht werden.

Mitgliedschaft
Die Psychiatrie-Dienste Süd sind Mitglied der Schweizerischen Fachgesellschaft für ADHS (SFG-ADHS) und bei der Schweizerischen Info- und Beratungsstelle für Erwachsene mit ADHS (ADHS-20plus).

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Weitere Informationen 
» SFG ADHS Schweizerischen Fachgesellschaft für ADHS
» ADHS 20+ Informationsstelle für ADHS-Betroffene
» elpos Schweiz Verein für Eltern und Bezugspersonen von Kindern sowie
   für Erwachsene mit POS/AD(H)S



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