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Ursachen psychischer Erkrankungen

Bei psychischen Erkrankungen geht die Kraft zur Selbstregulation von Körper und Geist verloren. Es gibt in der Regel keine einzelne Ursache. Unsere Individualität ist von ganz unterschiedlichen Faktoren beeinflusst: Veranlagungen zu Begabungen oder Charaktereigenschaften, angeborene Erkrankungsbereitschaften oder auch die soziale und kulturelle Umgebung, in die wir hineingeboren werden. Wir wachsen unter verschiedenen Bedingungen und Einflüssen auf, die sich auf die Reifung unserer Persönlichkeit und der Entwicklung unseres Gehirns auswirken.

Nicht zuletzt beeinflussen uns auch die jeweiligen Lebensumstände, wie zum Beispiel Stress, Verlusterlebnisse, körperliche Krankheiten oder Unfälle. Aus diesen Gründen gehen wir bei psychischen Störungen von einem Ursachen-Bündel aus. Dieses Krankheits-Erklärungs-Modell wird «Vulnerabilitäts-Stress-Kompetenz-Modell» genannt. Vulnerabilität bedeutet Verletzlichkeit und meint hier, dass manche Menschen anfälliger sind als andere, eine Krankheit zu entwickeln. Stress nimmt Bezug auf die verschiedenen beeinflussenden Stressoren, wie zum Beispiel konflikthafte, überfordernde Lebensumstände im Zusammenspiel mit Mitmenschen und Umgebung. Kompetenz meint die Fähigkeit, Probleme (Lebenssituationen) bewältigen zu können.

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