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Suizidalität

Durch Suizide sterben in der Schweiz Menschen jeden Alters. Suizidale Handlungen finden in einem psychischen Ausnahmezustand statt, nur selten sind sie nüchtern überlegte Handlungen. Ein Suizid(versuch) ist meist eine Verzweiflungstat und nicht Ausdruck eines freien Willens. Menschen, die einen Suizidversuch überlebt haben, berichten, dass sie wie in Trance funktionierten.

In den Bereichen Behandlung, Pflege und Seelsorge stellen suizidales Verhalten und der vollzogene Suizid verantwortliche Fachpersonen vor besondere Heraus-forderungen: Im Behandlungs- und Pflegealltag sind Entscheidungen immer mit einem gewissen Risiko verbunden und das Augenmerk liegt dabei auf dem ethischen Grundkonflikt von Fremd- und Selbstbestimmung.

Die Psychiatrie-Dienste Süd (PDS) vertreten bezüglich Suizidwünschen eine klare Haltung: Das Ausführen von Suizidwünschen wird nicht unterstützt. Die PDS sind eine behandelnde Institution, die den Auftrag hat, mit dem Patienten einen Ausweg aus einer belastenden Lebenssituation zu finden. Sie stehen für assistierten Suizid nicht zur Verfügung.

Menschen in suizidalen Krisen beizustehen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht nur privates und berufliches Engagement umfasst, sondern auch ein politisches. So erteilte das Schweizerische Parlament dem Bundesrat den Auftrag, die Suizidprävention gesamtschweizerisch zu stärken und einen Aktionsplan zur Suizidprävention vorzulegen und umzusetzen. Damit sollen die Suizidraten in allen Altersgruppen reduziert werden. Dieser Aktionsplan wurde im März 2016 vorgelegt und kommt voraussichtlich ab 2017 in die Umsetzung.

Weitere Informationen
BAG, Risikofaktoren
 

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