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Spezialisierte Behandlung für Menschen mit geistigen/mehrfachen Behinderungen

Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung sind in einer unvergleichlich viel schwierigeren Situation als andere Menschen, wenn sie in einer krisenhaften Lebensphase sind oder in eine akute Krise kommen. Aufgrund der oft erschwerten Kommunikation und er­höhten Verletzbarkeit reagieren sie unter mit Umständen Ver­haltensauffälligkeiten oder psychischen Erkrankungen. Sie überfordern nicht nur das Personal in den entsprechenden Einrichtungen und die Angehörigen, sondern ins­besondere auch das Personal in psychiatrischen Klini­ken, dem es in Bezug auf dieses Zielpublikum an heil­pädagogischem Know-how fehlt.

Der Bedarf an spezialisierter Behandlung für Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen ist seit langem bekannt. Nun zeichnet sich eine Lösung ab: Die beiden St.Galler Psychiatrieverbunde (Psychiatrie-Dienste Süd in Pfäfers und Psychiatrie St.Gallen Nord in Wil) haben in Zusammenarbeit mit INSOS St.Gallen (Verband der Institutionen für Menschen mit Behinderung) ein Projekt gestartet, das eine fachgerechte heilpädagogisch-psychiatrische Behand­lung von Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung zum Ziel hat.

Im Rahmen eines Pilots, der von September 2016 bis August 2017 dauert, werden die beiden Psychiatrieverbunde gemeinsam mit fünf Behinderteninstitutionen ein bedürfnisorientiertes Angebot entwickeln und fachliche Standards erarbeiten. Damit sollen Hospitationen von Betroffenen möglichst vermieden werden und das je spezifische Fachwissen aus Psychiatrie, Pflege und Heilpädagogik gezielt einfliessen und optimal aufeinander abgestimmt werden.

Wenn sich der eingeschlagene Weg bewährt, soll die neue Dienstleistung im gesamten Kanton St. Gallen implementiert werden. Das Amt für Soziales nimmt dabei eine unterstützende Rolle ein.

Weitere Informationen

Verein INSOS St.Gallen
Amt für Soziales St.Gallen

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