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Ethische Strukturen

Der Behandlungsalltag in der Psychiatrie stellt die Beteiligten vor vielschichtige fachliche und in manchen Fällen auch vor ethische Herausforderungen. Diese können zu belastenden Wertekonflikten und Dilemmata führen, zu denen beispielsweise Uneinigkeit im Behandlungsteam über die richtige Vorgehensweise im Rahmen einer Behandlung, Unsicherheiten in einem interkulturellen Kontext, anspruchsvolle Entscheide bei Zwangsmassnahmen oder die Respektierung des grundsätzlichen Selbstbestimmungsrechtes des Patienten gehören.

Ethische Strukturen dienen der gezielten Unterstützung von betroffenen Fachpersonen oder Behandlungsteams bei ethisch schwierigen Werteabwägungen und leisten einen gezielten und systematischen Beitrag zur Entscheidungs- und Lösungsfindung. Sie können bei Bedarf jederzeit in Anspruch genommen werden. Ethische Unterstützung bietet folglich konstruktive Argumente und gibt Empfehlungen ab, die Entscheidungsverantwortung bleibt schlussendlich aber beim Arzt, bei der Fachperson oder dem Team.

Zudem können Methoden einen konstruktiven Beitrag zur ethischen Reflexion in der Institution und zur Gestaltung von Routinehandlungen, Strukturen und Abläufe leisten und damit die Behandlungs- und Arbeitsqualität begünstigen. Die ethischen Strukturen in den Psychiatrie-Diensten Süd umfassen:

  • ethische Einzelfallberatung (Konsilien) retrospektiv oder prospektiv
  • ethische Beratung der PDS-Geschäftsleitung im Interesse des Gesamtunternehmens
  • Ausarbeitung von allgemeinen Ethikempfehlungen, Leitlinien
  • Mitwirkung bei der ethischen Aus-, Weiter- und Fortbildung (Veranstaltungen

Unsere Bezugsperson
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